06.08. - 09.08. Los Angeles / CA

Ein Motel war auch schnell gefunden, gleich an der Abfahrt der Autobahn und diesmal wieder mit Aufzug und sogar einer kostenlosen Waschmaschine, die eigentlich gar nicht kostenlos war. Aber eine wohl etwas verwirrte Dame hatte die Wäsche aus der Waschmaschine in den Trockner verfrachtet, weil sie selber waschen wollte und aus der Not heraus wohl keine andere Lösung wusste als unsere Wäsche einfach in den Trockner zu packen.

Diesmal nutzen wir den Outdoorpool nicht, aus welchen Gründen auch immer, aber ich denke, wir haben in diesem Urlaub genügend Pools von innen gesehen.

Nach dem Abendessen wollten wir noch eine Kneipe oder Ähnliches aufsuchen, was uns aber trotz aller Anstrengungen nicht gelang, da die Leute in Sylmar anscheinend kein Interesse am Ausgehen haben. Oder vielleicht können sie es sich auch nicht leisten, ich weiß es nicht. So haben wir die Skatrunde eben aufs Hotelzimmer verlegt und sind dann recht früh ins Bett, da wir am nächsten Tag ja noch den Magic-Mountain-Vergnügungspark aufsuchen wollten.

Mittwoch 07. August 2002 - Magic-Mountain und meine Freefalltowererfahrung

Ordentliche Schwaben wie wir sind, waren wir natürlich viel zu früh am Park und haben somit wenigstens den ersten Platz an einer der Zufahrtsschranken ergattert.

Drinnen im Park haben wir dann als erstes die große Holzachterbahn aufgesucht um uns ordentlich durchschütteln zu lassen. Beim ersten großen Absturz wollten wir gemeinsam kreischen, was dann aber nicht funktioniert hat, weil uns die Beschleunigung das Kreischen wieder zurück in den Hals geschoben hat.

Nach der Rütteltour bewunderten wir dann ein Fahrgeschäft namens "Supermans Escape", das mit ordentlicher Beschleunigung gen Himmel geschossen wurde um dann im freien Fall wieder zur Erde zurückzukehren. Überschwänglich wie ich war, beschloss ich sofort, dass ich das auch testen muss, wozu es allerdings nicht kam. Aber dazu später mehr.

Das Fjordrafting in diesem Park ist allerdings die Härte! Schon beim Anstellen wunderten wir uns über diverse Schilder, auf denen man darüber informiert wurde, dass man wirklich sehr nass wird, und dass man sich anschnallen muss. "Na ja" haben wir gedacht, "die Amerikaner übertreiben da mal wieder!" und haben uns nicht weiter darum gekümmert. Als wir dann im Boot saßen mussten wir uns tatsächlich anschnallen und mussten kurz darauf feststellen, dass das auch angebracht ist. Das Wasser kam von allen Seiten ins Boot, sogar über die Lehnen der Sitze. Total durchnässt verließen wir das Fahrgeschäft und wunderten uns wieder mal über die verrückten Amerikaner.

Das Essen im Park war wirklich teuer und so beschlossen wir mit einem belegten Croissant vorlieb zu nehmen, das wir dann mehr oder weniger genüsslich, was bei einem Preis von 6,50$ schon schwer fällt, zu uns genommen.

Achterbahn um Achterbahn sind wir gefahren, und schließlich haben wir einen kleinen Freefalltower gefunden, den ich natürlich auch testen musste, da ich in meinem vorangegangenen Leben noch nie Freefalltower gefahren bin. Tausend Tode bin ich gestorben! Nach dem Aussteigen habe ich beschlossen, dass ich auf "Supermans Escape" auch gut verzichten kann. Man sollte nie große Töne spucken, wenn man nicht genau weiß, was auf einen zukommt.

Donnerstag 08. August 2002 - Universal City

Da wir Noten kaufen wollten, die ja in Amerika billiger sind wie bei uns, nutzten wir die letzte Chance und suchten ein dementsprechendes Geschäft auf. Allein ich hab zwei Tüten voller Bücher ins Auto zurück geschleppt.

Weil wir nichts Besseres zu tun hatten, und ja unbedingt noch das Hardrock-Cafe in Hollywood aufsuchen wollten, begaben wir uns nach Universal City, einer Stadt mitten in der Stadt, in der sich alles um Filme und Stars dreht. Für einen Besuch der Studios hat es allerdings nicht mehr gereicht, und so nahmen wir mit einem Essen im Hardrock-Cafe und anschließendem T-Shirt-Kauf vorlieb.

Zu guter Letzt mussten wir dann auch noch versuchen Reisetaschen für das Blumi und mich zu organisieren, da wir mehr Souvenirs als Platz im Koffer hatten. Aber auch das haben wir geschafft, und zum krönenden Abschluss des Tages mussten wir dann auch noch Koffer packen. Eine frustrierende Arbeit, denn das zeigt einem doch deutlich, dass der Urlaub zuende ist!