05.08. - 06.08. Highway One / CA

Bei einem kleinen Spaziergang an den Strand mussten wir lernen, dass auch der stille Ozean mehr als Heimtückisch sein kann. Wir standen so gelangweilt im Sand und beobachteten die Wellen, und ich wartete schon immer darauf, dass mal eine größere kommt, der ich dann natürlich ausweiche und alle anderen nasse Füße bekommen, als die Marion plötzlich rief: "Schaut mal, da fliegt ein Pelikan!". Wir haben natürlich alle nach dem Vogel Ausschau gehalten und die Wellen total vergessen, als dann die "Monsterwelle" tatsächlich kam. Von der einen Sekunde auf die andere hatten das Blumi und ich nasse Füße und ein paar Turnschuhe voller Sand.

Gegen Abend, als wir beschlossen hatten ein Motel zwecks Übernachtung zu suchen, sind wir dann leider in eine Gegend gekommen in der es nichts dergleichen gab. Weder ein Motel noch eine Tankstelle waren auffindbar, und der Sprit wurde langsam knapp. Ich hab unter Einsatz meines Lebens meine letzte Nektarine verteidigt und als es dunkel wurde beschlossen wir umzudrehen um in einem der Käffer, an denen wir bis dahin vorbeigekommen sind, doch noch ein Bett zu bekommen und vor allem Sprit.

Wir haben beides gefunden, vor allem dieses tolle Motel namens "Lovers Point" das schon auf den ersten Blick einen sehr "tuffigen" Eindruck machte. Die in die Jahre gekommene nette Dame an der Rezeption war aber völlig begeistert von uns deutschen Touristen und hat uns gleich noch einen ganzen Eimer mit Duschbad und Shampoo mit aufs Zimmer gegeben.

Dienstag 06. August 2002 - Back to L. A.

Die Frühstückserfahrung die wir an diesem Tag gemacht haben wird uns wohl allen unvergessen bleiben. Da bei unserer Ankunft im Frühstücksraum der Kaffe leider aus war, haben wir die alte Dame an der Rezeption auf diesen Notstand hingewiesen, worauf diese einfach noch mal zwei Kannen mit Wasser in die Maschine gegossen hat, ohne natürlich frisches Kaffeepulver nachzufüllen. Die Brühe die daraufhin in die Kanne tröpfelte sah eher nach halb fertigem Tee aus und als die Kanne endlich voll war, kam natürlich immer noch Wasser aus dem Filter, denn wir erinnern uns, sie hatte zwei Kannen in den Wasserbehälter gefüllt. Als der Kaffee dann überlief riefen wir wieder nach der Lady, aber die sah das locker, sie hat noch etwas aus der Kanne ausgeleert, damit man sie wegtragen kann, hat für zwei Sekunden ein Geschirrtuch in die Pfütze getaucht und die nächste Kanne in die Maschine gestellt. Problemlösung auf amerikanisch!

Die letzten Meilen Highway 1 waren schnell zurück gelegt, und bevor man recht wusste wie einem geschieht, waren wir schon an der Stadtgrenze von L. A.