24.07. - 25.07. Monument Valley / AZ-UT

Unser Weg führte uns über beinahe endlos erscheinende Landschaften, die hauptsächlich wieder aus Wüste und dürrem Grasland bestanden. Wenn man sich umschaut und nur grob die landwirtschaftlichen Möglichkeiten auf diesem Boden beurteilen kann, dann weiß man auch, warum die Indianer so arm sind.

Schließlich erreichten wir Kayenta, den letzten Ort vor Monument Valley und haben beschlossen, uns dort etwas zum Mittagessen zu suchen, nachdem das Frühstück schon recht spärlich war und im Auto stattgefunden hatte. Das Indianerdorf hatte allerdings nicht viel Auswahl und wer nicht zum Burger King wollte, musste in das "Blue Coffee Cup" Restaurant, für das wir uns auch entschieden haben. Dort wurden neben Burgern und Sandwiches wenigstens auch noch ein bisschen einheimische Küche angeboten. Wir haben uns dann alle für einen Navajo-Taco entschieden mit Chili und Salat und dann traten zum erstenmal Sprachprobleme ganz besonderer Art auf. Man hatte sich in den vorangegangenen Tagen daran gewöhnt, dass um einen herum ausschließlich Englisch gesprochen wurde, und man musste auch nicht mehr 20 mal nachfragen bis man was verstanden hat, nein, an diesem Tag ist es das erst mal passiert, dass einer von uns Sprachen gemischt hat. Folgende Geschichte:

Marion hat als erstes ihr Essen bestellt, was mir ganz recht war, denn so konnte ich mich darauf beschränken, "The same for me, please!" zu sagen. Der Guido hat das dann so ähnlich gemacht, und zuletzt kam das Blumi, die "For me au... äh... too!" hervorwürgte. Das hat sie bis zum Ende des Urlaubs noch öfters gemacht, und auch mir ist es zugegebenermaßen ein- oder zweimal passiert.

Dann kam also unser Navajo-Taco mit Chili und Salat und ich gebe zu, ich war zunächst etwas irritiert, da ich einen Taco mit Chilifüllung und einen Salat dazu erwartet habe. Gegeben hat es einen Taco auf den eine riesige Portion Chili gehäuft war und der Salat zierte die Spitze dieses Gebildes. Es sah alles etwas seltsam aus, war aber wirklich lecker, und obendrein noch preisgünstig.

Als wir dann alle frisch gestärkt waren, haben wir uns auf den Weg Richtung Monument Valley gemacht, und das ist wirklich so, wie man es aus dem Fernsehen kennt.

Einmal mehr konnten wir die Launen der Natur bewundern, von denen es in den USA besonders viele zu geben scheint. Allerdings ist die Straße, die kreuz und quer durch die seltsamen Steinformationen führt kaum so gut wie ein deutscher Feldweg und Schlaglöcher lauern hinter jeder Kurve. So bin ich eben langsam gefahren und habe versucht dem schlimmsten auszuweichen. Als wir einige Zeit später wieder am Souvenirshop angekommen waren, waren wir gut durchgeschüttelt, und die Kofferraumklappe unseres dunkelgrünen Autos zeigte sich in modischem Orange. Nach ausgiebigem Mitbringselshopping sind wir dann wieder zurück gefahren in die Indianersiedlung in der wir Mittag gemacht haben um dort ein Motelzimmer zu suchen. Im Großraum Monument Valley war dann übrigens der vorher ohnehin schon schlechte Radioempfang völlig weg und nur stellenweise konnte man Fetzen von irgendwelchen Sendern empfangen, die so Jugendgesangsgruppen gesendet haben, deren indianische Volkslieder von Gitarrenspielern begleitet wurden. Alles in allem nicht ganz unser Geschmack und so haben wir uns auf die einzigste Kassette beschränkt die wir hatten, und die ich zwei Tage zuvor an einer Tankstelle gekauft hatte. Allerdings waren auf dem Band nur 10 Lieder, die wir nach 2 Tagen dann auswendig konnten.

Das Best Western Motel in dem wir übernachtet haben, hatte ein Hallenbad, in dem es sogar kaltes Wasser gab, was wir ja bis dahin von den Pools nicht gewohnt waren.

Zum Abendessen waren wir noch im Burger King, der übrigens in den USA auch nicht anders ist wie in Deutschland, außer das man auch hier seinen Getränkebecher kostenlos wieder auffüllen kann.

Donnerstag 25. Juli 2002 Die Tücken des Duschvorhangs

Wieder einmal war im Auto frühstücken angesagt. Wir hatten uns im Supermarkt mit matschigen Brötchen, Schinken und Käse eingedeckt und die auf dem Rücksitz sitzenden hatten die ehrenvolle Aufgabe die Brötchen aufzuschneiden und zu belegen.

Warum die ganze Eile? Ganz einfach, wir wollten frühzeitig in Page sein, weil wir für die zweieinhalb Tage, die wir dort waren, ein volles Programm geplant hatten.