21.07. - 22.07. Needles / CA

Auf der Weiterfahrt nach Needles, unserem eigentlichen Etappenziel, haben wir beim Spielen am Display neben der Innenbeleuchtung herausgefunden, dass unser Auto sowohl die Außentemperatur als auch die Himmelsrichtung in die wir uns bewegen anzeigen kann. Eigentlich wirklich praktisch, und so wurde einstimmig beschlossen, die Einstellung am Display so beizubehalten.

Irgendwann am Nachmittag trafen wir dann auch in Needles ein, haben uns ein Motelzimmer gesucht, und wollten dann losziehen um etwas essbares zu finden. Direkt gegenüber von unserem Hotel war ein Denny´s, eine wohl sehr beliebte Restaurantkette, die es fast überall in den USA gibt, bei denen man allerdings auch nur besseres Fastfood bekommt. Wir wollten uns aber weiter umsehen, und haben das Dorf erkundet.

Außer dem Colorado River haben wir nichts gefunden, und so sind wir dann doch zurück ins Denny´s. Es war wirklich nicht unser Glückstag, denn als wir dort ankamen, mussten wir feststellen, dass es nicht nur das einzige Restaurant in der Nähe war, auch die Klimaanlage war defekt, was bei 48°C im Schatten kein Spaß mehr ist. So haben wir mit Mühe und Not ein paar Happen runter gewürgt, und dazu literweise Flüssigkeit zu uns genommen, was kein Problem war, denn die Getränke waren, zum Ausgleich für die kaputte Klimaanlage, frei. Wir haben uns einfach damit getröstet, dass wir anschließend noch eine Runde in den Pool springen könnten, aber der war dann leider schon abgeschlossen.

Montag 22. Juli 2002 – Warum gibt’s im Grand Canyon kein Echo?

Diesen Montag wollten wir mit einem echten amerikanischen Frühstück starten, da das aber in den Motels nicht möglich ist, haben wir beschlossen in ein Denny´s zu gehen, die bieten auch verschiedene Frühstücke an. Das Denny´s über der Straße hatte ja aber bekanntlich eine kaputte Klimaanlage, und so haben wir beschlossen, das nächste Denny´s zu suchen um dort zu frühstücken.

Wir sind am Colorado lang gefahren, und da war es dann sogar wieder grün, aber dafür haben wir kein Denny´s gefunden. Bis endlich ein Frühstück in Aussicht war, hingen unsere Mägen schon in den Kniekehlen, und als wir das Restaurant betreten haben, waren auch noch alle Tische belegt. Aber es ging dann doch erstaunlich schnell und wir bekamen einen Platz. Ein Blick in die Karte genügte, und unsere ausgehungerten Körper hatten sich sofort für das extra große Frühstück entschieden. Dieses bestand aus Kaffee, Orangensaft, zwei Scheiben Toast, zwei kleinen Bratwürstchen, zwei Eiern, die man in verschiedenen Formen bekam, zwei Streifen Speck, zwei Buttermilchpfannkuchen mit Ahornsirup und natürlich gab es Marmelade für alle. Das war dann aber auch das erste und einzige Mal, dass ich so ein Frühstück bestellt habe. Der Kaffee schmeckte auch hier, wie überall in Amerika, grauenvoll, die beiden Würstchen waren die ekligsten Würstchen die ich jemals in meinem Leben gegessen habe, und die Rühreier haben mir auch nicht geschmeckt. Die Buttermilchpfannkuchen mit Ahornsirup waren ja ganz ok, müssen aber auch nicht jeden Morgen sein. Am besten war wirklich der Toast und die Marmelade. Ok, der Orangensaft ging auch!