dumpfbäckchen und der wolf!

vor langer, langer zeit, weit, weit weg von hier (so fangen alle märchen an, denn sonst könnte jemand ja behaupten, er kenne den ort und könne außerdem das gegenteil beweisen!) lebte ein junges mädchen. junge mädchen leben und lebten zu allen zeitaltern und an allen orten, also findet bis dato nichts spektakuläres statt. wie nun das mädchen hieß kann ich euch leider nicht sagen, aber wir nennen sie einfach mal dumpfbacke, da ich diesen namen sehr passend finde. sie war klein und zierlich, hatte die stattliche körbchengröße doppel-d und da ihre familie sehr arm war mußte sie noch immer die kleider aus ihrer frühen kindheit auftragen. sie lispelte ein wenig, und wenn sie mal wieder was nicht verstand lachte sie schrill um ihre dummheit zu vertuschen. wenn man die leute im dorf nach dumpfbacke fragte, dann sagten sie: "hach, ist ein fröhliches mädchen! lacht immerzu!" das sollte schon alles sagen, und darum ist der name dumpfbacke ja auch so passend!

eines tages nun begab es sich (*gg* ich liebe dieses wort begab... ), daß die mutti von dumpfbacke ihr töchterchen zur oma schickte. die oma wohnte nicht weit weg, genau genommen nur etwas außerhalb des dorfes aber für dumpfbäckchen war das schon eine große sache, den weg alleine zu finden! die mutti gab ihr einen korb mit, in dem sich diverse lebensmittel befanden. bisher wurde von so leuten wie den grimm brüdern und so immer erzählt, daß das zeug in dem korb für die oma war. das stimmt überhaupt nicht! der inhalt des korbes war für dumpfbäckchen gedacht, falls sie sich verlaufen und länger brauchen würde. so stiefelte dumpfbäckchen also los, zunächst quer durch das kleine städchen.

in märchen werden diese städte immer als wunderschön und zauberhaft, mit großem schloß und edlen rittern beschrieben. die realität war eine andere! mittelalterliche städte waren im allgemeinen immer total versifft, überall lag der dreck herum, es stank erbärmlich und die mangelnde kanalisation sorgte dafür, daß die abwässer auf die straße gekippt wurden und die pest sich ausbreiten konnte wie ein kaninchenrudel. die meisten schlösser oder burgen waren weniger herrlich und vielmehr verkommen und genauso dreckig und stinkig wie die stadt selbst, die ritter waren meist rüpel, die sonst nichts ordentliches gelernt hatten, und keiner von denen trug eine schimmernde rüstung. im gegenteil, alle waren sie verrostet und quietschten an den scharnieren. vorallem im schritt zeichneten sich häufig deutliche rost- und grünspanspuren ab. so ist das, wenn man zwei stunden braucht um das beinkleid abzulegen. da kann so ein feuchtfröhlicher abend schnell mal in die hose gehen. im wahrsten sinne des wortes!

so stapfte dumpfbäckchen also durch die belebte kloake. bald schon hatte sie die stadt hinter sich gelassen und befand sich auf dem weg zum wald, in dem das häuschen der großmutter stand. als sie endlich, nach stundenlangem umherirren das haus erreichte und klopfte machte ihr niemand auf. sie drückte vorsichtig die türklinke herunter und siehe da, die tür war nichtmal abgeschlossen. "boah," dachte dumpfbäckchen, "wenn das ein einbrecher spitzkriegt!" sie betrat die hütte und schrie "ey oma, ich bins... wo steckste denn?" sie suchte das ganze haus ab, und als sie endlich das schlafzimmer betrat, lag im bett eine gestalt, die zwar das nachthemd und die haube von großmutter trug, aber im ganzen gesicht über und über voll war mit haaren. das ganze sah ein wenig aus, wie eine szene aus american werewolf, aber darauf wollen wir jetzt mal nicht näher eingehen. dumpfbäcken kniff die augen zusammen und trat näher ans bett heran. "mensch oma, warum hast du denn so große augen?" daraufhin antwortete das etwas mit omas nachthemd: "damit ich dich besser sehen kann!" dabei starrte das sogenannte etwas frech und ungeniert auf die enorme oberweite von dumpfbäckchen. dann fragte dumpfbäckchen weiter: "boah oma, und ne riesige nase hast du ja auch! warum das denn?" "wahrscheinlich damit ich dich besser riechen kann!" kam es genervt aus den kissen. "und oma, warum hast denn so große ohren!" fragte dumpfbäckchen. daraufhin geriet das haarige ungetüm in rage und schrie: "ich habe garkeine großen ohren du dämliche ziege! schau dich doch mal selber an! warum hast denn du soviel holz vor der hütte? damit du dein t-shirt besser sprengen kannst? körperteile und ihre größe sind angeboren, und es gibt keine erklärung für diese launen der natur!" während das etwas schrie und tobte strampelte es mit den beinen und riß mit den händen am leintuch. verständlich, denn man stellt menschen mit abnormen körperteilen nicht auch noch dämliche fragen darüber! da dumpbäckchen aber nicht nur blöde sondern auch noch eine menschliche null war, stellte sie nach dem wutanfall erstaunt fest: "woah... und was du für ne riesen klappe hast!" daraufhin ist das monster wutentbrannt aus dem bett gesprungen, hat sich die klamotten vom leib gerissen und man konnte nun endlich erkennen, daß es sich um einen werwolf handelte. ja, um einen werwolf! wer hat schonmal einen normalen wolf gesehen, der sprechen, aufrecht gehen und sich umziehen kann? schlußendlich können wir daraus folgern, daß dumpfbäckchen auch recht spät zur oma gekommen sein mußte, denn es mußte bereits nacht gewesen sein, und zwar eine vollmondnacht! auf jedenfall stürzte sich der werwolf auf dumpfbäckchen und hat sie gefressen. und da soll noch einer sagen, daß das keine notwehr war! außerdem ist sie ihm noch stunden später übel aufgestoßen.